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Landsberger Tagblatt 24.4.09
09.05.09

Gemeinderat

Grünes Verkehrskonzept

Sondersitzung des Gemeinderates am 22.4.09

Dipl. Geogr. Ralph Prediger präsentiert Maßnahmenvorschläge zur Verbeserung der Verkehrssituation im Gemeindezentrum sowie Vorschläge für den Bau eines behindertengerechten Spielplatzes
Begegnung schaffen.pdf: Präsentation Gemeinderat 22.2.09
Anfahrt.pdf: Anfahrtzeiten zum Rathaus bei einhaltung der vorgeschriebenen Gewindigkeiten
Schulstrasse Variante3.pdf: Maßnahmen Verkehr

Aufgrund der baulichen Gestaltung der Schulstraße als gehwegfreie verkehrsberuhigte Zone besteht zu bestimmten Zeiten eine außergewöhnliche Nähe zwischen den Verkehrsteilnehmern, die zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der schwachen Verkehrsteilnehmer erforderlich macht. Die wesentliche Gefährdung geht von unangepasster Geschwindigkeit vor allem von Kraftfahrzeugen aus. Einige deutlich erkennbare Geschwindigkeitsübertretungen wurden im vergangenen Jahr mittels Videobeweis dokumentiert. Bei privaten Geschwindigkeitsmessungen wurden Geschwindigkeiten von 40 km/h sehr häufig, schneller als 60 km/h in Einzelfällen festgestellt. Vorschriftsmäßige Geschwindigkeiten dagegen werden nur selten (2-3 Fahrzeuge pro Tag) gefahren. Gefährliche Stoßzeiten sind die Morgenstunden um den Schulbeginn sowie nach Schulende, da hier besonders viele auch kleine Kinder die Straße frequentieren und gleichzeitig viele Eltern unter Zeitdruck ihre Kinder zur Schule oder zum Kindergarten bringen. Als besonders gefährlich haben sich aber auch Zulieferdienste (UPS, GLS, DEUTSCHE POST, etc.) erwiesen, die unter vermeintlichem Zeitdruck die höchsten Geschwindigkeiten fahren. Ein plötzlich aus einem der zahlreichen Hofräume heraus laufendes Kind hätte bei den gefahrenen Geschwindigkeiten wenig Überlebenschancen. Die überhöhten Geschwindigkeiten werden oftmals beibehalten, auch wenn erkennbar Schul- oder Kindergartenkinder auf der Straße gehen. Dann müssen die Kinder den Weg frei machen, damit die Fahrzeuge wieder beschleunigen können um erneut mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit meist zur Schule oder zum Kindergarten weiterzufahren. Ein kindertypisches Verhalten, spielen oder Unaufmerksamkeiten seitens der Kinder hätte mitunter gefährliche Folgen für die Kinder. Angesprochen auf das Fehlverhalten reagieren viele Autofahrer aggressiv. Zum einen nehmen ortsfremde Fahrzeuglenker die ungünstig platzierte Beschilderung oftmals nicht wahr und sehen sich mit ihrem Verhalten im Recht, zum anderen gibt es häufig Wissenslücken über das korrekte Fahrverhalten in einer „Spielstraße“. Diese Fahrer sehen sich mit ihrem Verhalten im Recht. Bessere Beschilderung und klarere Darstellung der Gefährdungen könnte bei diesen Verkehrsteilnehmern eine Verhaltensänderung bewirken. Einige Fahrzeuglenker überschreiten die zulässige Geschwindigkeit jedoch wider besseren Wissens und ohne Rücksicht auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Hier können nur bauliche Veränderungen wie in diesem Konzept beschrieben spürbare Veränderungen bewirken.
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